Winterwanderung in den Deister

Der Auftakt der diesjährigen Wandersaison des Heimatbundes begann mit einer Wanderung durch den Deister. Ausgangspunkt war der Bahnhof Wennigsen, von hieraus ging es bergauf bis zum Georgsplatz, oberhalb der Ortschaft Wennigser Mark gelegen. Namensgeber dieses historischen Ensembles war der hannoversche König Georg V., sein Vater Ernst August I. (1771 – 1851) ließ von seinem Oberhofbaudirektor Georg Ludwig Friedrich Laves und dem Maurermeister Constantin Nordmann 1845 dieses Jagdschloss errichten. Lange Zeit war in diesem Schlösschen das Forstamt untergebracht – ist aber mittlerweile in Privatbesitz. Weiter führte der Weg zum Blanke-Teich der einst vom Fischereiverein mit einer neuen Staustufe versehen wurde, um Forellen zu halten. Diese Staustufe soll, so das zuständige Forstamt, entfernt werden, um den hier befindlichen alten Buchenbestand zu erhalten und zu schützen.

Die Wanderer erreichen die alten Abraumhalden aus der einstigen Deister Kohleförderung unterhalb des Bröhn. Seinen Namen verdankt dieser, mit über 400 m ü. NHN höchste Berg des Deisters, von dem hier wachsenden Besenginster, auch Bröm oder Bram genannt. Auf seinem Gipfel befindet sich der, schon aus weiter Ferne sichtbare, Annaturm. Ein Hinweisschild erklärt den Interessierten, dass die Kohleförderung schon um 1642 begonnen hatte und erst Mitte des 20. Jahrhunderts eingestellt wurde.

Überraschenderweise regnete es an diesem Tag nicht, aber die Wege waren immer noch aufgeweicht, denn die schweren forstwirtschaftlichen Fahrzeuge, die mit den Aufräumarbeiten des letzten Sturms beschäftigt waren, verwandeln die Wanderwege teilweise in Schlammpisten.

Um eine zünftige leibliche Stärkung einzunehmen, wird Einkehr gehalten. Die freundliche Bedienung sorgte für Getränke und Speisen. Nach einer kurzen Aufwärmphase animierte die Ofenwärme des Gastraumes für anregende Gespräche der Wanderfreunde.

GDK

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