Im Nationalpark Harz

Mit Bus und Bahn macht sich die Wandergruppe des Heimatbundes schon am frühen Morgen auf den Weg nach Bad Harzburg. Hier geht es sogleich in die Höhe. Mit der Seilbahn schweben wir auf den 483 m hohen Burgberg. Eine mächtige Ringmauer zeugt von der einstigen Größe der Harzburg. Vom Plateau an der Canossa-Säule haben wir einen schönen, weiten Blick auf das Harzer Vorland. Die Sonne meint es gut, trotz der regnerischen Vorhersage.

Auf dem Kaiserweg, einst benutzte ihn Heinrich der IV (ehem. Römisch-deutscher Kaiser) als Fluchtweg vor den Sachsen, gehen wir stetig bergan in Richtung Luchs-gehege und Rabenklippe.

Der Weg ist für uns, die meisten Wanderinnen und Wanderer sind über 80 Jahre alt, eine Herausforderung. Entsprechend machen wir mehrmals eine Pause. Zum Glück gibt es viele Bänke und auch Tische, um gemütlich auszuspannen. Neben Brotzeit mit Trinkpause haben wir untereinander viel zu bereden und immer den Gedanken im Hinterkopf: „Wie lang geht der Weg noch“?

Schaut man in Richtung Brocken, fallen die vielen abgestorbenen Bäume auf, deren glatte Stämme in der Sonne glänzen. Darunter sprießt schon die neue Vegetation. Nachdem wir unsere größte Steigung von 560 Metern geschafft haben, können wir es langsam angehen lassen. Christa unsere Wanderführerin hatte genügend Zeit eingeplant, so dass wir pünktlich um 13 Uhr im Gasthaus auf der Rabenklippe ankommen.

Direkt vor dem Waldgasthaus befindet sich das Luchsgehege. Hier „wohnen“ drei Luchse. Einer hatte sich zur Begrüßung unserer Gruppe eingefunden und markierte sogleich sein Revier, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen.                                                                                                 

  Reinhard Träder

Die nächste Wanderung findet am 2. Oktober statt.   

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