Kulturlandschaft am Rande des Deisters

Unsere Wandergruppe ist heute auf der westlichen Seite des Deisters unterwegs. Vom Waldparkplatz bei den Hügelgräbern, geht es erst auf Waldwegen, dann durch Wiesen und Felder weiter. Das Wetter zeigt sich nach drei Regentagen außerordentlich sonnig und freundlich. (Bestimmt hat unsere Wanderführerin Christa mit Petrus wieder ein Abkommen getroffen.) Vor uns liegt im hellen Sonnenschein eine Landschaft mit gelb getupften Rapsfeldern. Der Blick reicht vom Süntel bis zum Bückeberg.

Wir folgen dem talwärts fließendem Altenhäger Bach bis in den Ort hinein. Unsere schon in die Jahre gekommene Wandergruppe gönnt sich auf dem Dorfplatz eine längere Rast. Informationstafeln und eine Gruben-Lore als Denkmal für die auch auf dieser Seite des Deisters geförderten Kohle, zeugen von den einstigen Tätigkeiten der Einwohner. Unser Weg steigt auf der anderen Seite des Ortes wieder in die Höhe.

Das heutige Forsthaus Blumenhagen, war ehemals ein weitläufiger Bruchsteinbau. Heute stehen nur noch einzelne Gebäudeteile. Im Laufe der Zeit hatte der Ort eine wechselvolle Geschichte. Er war im 12. Jahrhundert Stammsitz eines Ritters namens Blome bzw. Blume. Im 18. Jahrhundert wurden hier tatsächlich für die königlichen Gärten in Hannover exotische Blumen gezüchtet. Danach Revierförsterei und seit 2005 das Ausflugslokal „Forsthaus Blumenhagen“.

In den ehemaligen Stallungen, ein Kachelofen strahlt wohlige Wärme aus, lassen wir uns nieder. In dem urigen Restaurant wird für unser leibliches Wohl gesorgt.

Unsere Wanderführerin Christa hat mal wieder einen herrlichen Tag organisiert.

Die nächste Wanderung findet am 12. Juni 2026 statt.    

                                                                      Reinhard Träder