Spaziergang durch die Masch

Eine hundert Jahre alte gewaltige Eisenbrücke trägt uns, die Wandergruppe des Heimatbundes, über die Ihme. Auf dem alten Eisenbahndamm geht es in Richtung Maschsee. Der Wind fegt die Regentropfen der letzten Nacht aus den Bäumen. Unten am Damm liegt das Wassergewinnungsgelände der Leine Masch. Trockenen Fußes erreichen wir das Ufer des Maschsees, und beginnen die Umrundung des größten Sees Hannovers. Mal sehen, wie weit wir kommen.

Das Gebiet des heutigen Sees umfasste die ehemalige Aegidienmasch, sie wurde 1897 an der (damaligen) Rudolf von Bennigsen Straße, als stadtnahes urbanes Freizeitgebiet erschlossen. In den Jahren 1934/36 machten sich die Nationalsozialisten zu eigen, durch Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen das Gebiet in einen See umzuwandeln.

Sonne und Wolken wechseln einander ab. Es wird warm, erste Regenjacken verschwinden. Wir kommen zur Maschsee-Quelle. Die Leine wird hier als Quelle für den See genutzt. Die Sonne steigt höher, ebenso die Zahl unserer Pausen. Bäume leuchten mit ihrem herbstlichen Laub in der Sonne. Von der Löwenbastion aus ist es nicht mehr weit bis wir die Mittagsetappe erreichen.

Nach einer ausgedehnten Pause geht es weiter. Durch den Maschpark und am Neuen Rathaus vorbei, verweilen wir noch in der 1943 durch Bomben zerstörten Aegidienkirche. Die Kirche ist heute Mahnmal für Krieg und Gewalt.

Noch zu erwähnen ist, dass unsere Wanderführerin Christa mal wieder für gutes Wetter gesorgt hat.

  Reinhard Träder