Die Heimatbund Wandergruppe hat es sich heute zum Ziel gesetzt, den Zechenpark in Barsinghausen zu erkunden. Bei strahlender Sonne führte der Weg am Rand des Deisters entlang. Unser Blick schweifte über Egestorf und Kirchdorf hinaus auf das weite Calenberger Land.
Eher etwas im „Schongang“, vielleicht war es aber schon die Frühjahrsmüdigkeit, oder es lag am Alter, ging es durch unwegsames Gelände zur Berghalde der ehemaligen Kohle-Zeche Barsinghausen.
An der „Himmelsleiter“, einer steilen Treppe mit 103 Stufen, musste sich jeder entscheiden: Über den Scheitelpunkt der Halde oder unten herum. Wer sich für die 103 Stufen entschieden hatte, wurde oben in ein steinernes Wohnzimmer geführt. Es war nicht bequem, aber zum Verschnaufen reichte es.
Auf Informationstafeln konnten wir ersehen, wie der Berg einst entstanden ist. Das Geröll aus dem Kohlebergwerk wurde mit Loren an einem Endlosseil auf den immer höher wachsenden Berg, verbracht. Im Jahre 1856 wurde hier in Barsinghausen der sogenannte Kloster-stollen in den Deister getrieben. Aus rentabilitätsgründen wurde die Zeche 1957 stillgelegt. In den 1980er Jahren richteten ehemalige Bergleute ein Besucherbergwerk ein. Mit einer Grubenzug kann man über einen Kilometer weit, in den Berg fahren.
Auf dem Rückweg genossen wir das schöne Wetter. Bänke luden immer wieder zum Verweilen ein. In der „Waldapotheke“ konnten wir auch endlich für das leibliche Wohl sorgen. Wir sind es gewohnt, dass unsere Wanderführerin Christa, für gutes Wetter sorgt, aber der heutige Tag hat alles übertroffen.
Übrigens, den Namen Apotheke hat diese ursprüngliche „Bude“ eines ehemaligen Steinbruchs, vom Ausschank eines „Rezeptes“, einer Hannöverschen „Lüttjen Lage“.
Reinhard Träder
Die nächste Wanderung findet am 27.03.2026 statt.
